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Topic Summary

Posted by: Moritz
« on: March 03, 2014, 08:00:19 AM »

Ja, das kann sein. Hmm... werd das erst mal so stehen lassen. Danke für den Rat.

:-*
Posted by: Dhammañāṇa
« on: March 03, 2014, 07:18:24 AM »

Die Devas die sinnliche Vergnügen genießen, werden auch oft "Himmliche Musiker" genannt. Vielleicht wollte der Autor hier etwas Poesie mitnehmen. Um es nicht ganz so komisch klingen zu lassen ist es vielleicht gut aus der Flöte einen Flöter zu machen oder einfach Musiker.

 :-*
Posted by: Moritz
« on: March 03, 2014, 02:01:56 AM »

Sich im Einklang mit dem Dhamma zu verhalten, ist von höchstem Glück
(korrekturgelesen von Johanns Vorlage)

Im Leben sind die Ozeane des Kummers leidenschaftlich und grenzenlos. Menschen sind gerüttelt und gepeitscht von den Wellen ihres Hasses und finden sich immer öfter auf den Klippen von Katastrophen. In dieser kurzen Spanne des Lebens streben viele vergeblich auf der Suche nach Macht, Ruhm und Reichtum. Sie wüten böse um ihren Besitz, sie plündern, sie töten gleich wie ein zorniger Bulle, der nur seine miserablen Verlangen stillen will. Sie geben ihren Mitbrüdern, die in Angst und Leid leben, keine Sicherheit.

Unzählbar sind die Verbrechen der Menschen, die sie vernichten mussen, Äon für Äon würde vergehen, bevor nur eines dieser Verbrechen verschwinden würde. Es ist ein drohendes Unheil an endlosem Leiden im Ozean von Samsara. „Suche keine Zuflucht, sei dir selbst eine”, sagte Buddha. Böses kann nur von jemandem überwunden werden, der standhaft in seinen Absichten ist, so dass Gutes sich durchsetzt. Perfektes Glück kommt immer aus Resultaten guter Taten, die sich durch achtsame Hingabe zu den Wegen des Dhammas und den Verdiensten, die daraus entstehen, ergeben. Diese würden dem am Dhamma Arbeitenden grenzenlosen Reichtum an Weisheit bis zum endgültigen Realisieren von Nibbana, bereiten.

Illustration:
Einst waren in der Stadt Savatthi fünfhundert Männer, die sich die meiste Zeit aus tiefem Vertrauen hingebungsvoll, religösen Tätigkeiten widmeten. Jeder von ihnen hatte fünfhundert Anhänger. In der Gruppe dieser rechtschaffenen Männer war der am hingebungsvollste Praktizierende als Anführer gewäht worden. Er hatte eine große Zahl an Kindern, sieben Söhne und sieben Töchter. Er wurde eines Tages sehr krank und war sich bewusst, dass sein Tod nahte, aber bevor sein Leben vorüber sein sollte, machte er seinen Wunsch kund, Dhamma von den Lippen eines Mönches hören zu wollen. Diese Nachfrage erreichte Buddha und er sendete acht Mönche zu ihm nach Hause, um seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Als der Klanführer die Bhikkhus sah, strömte sein Herz vor Freude über und er erklärte: „Dies ist ein sehr glücklicher Moment in meinem Haus. Ich fühle, wie meine Stunde näher kommt, und bevor ich den letzten Atemzug mache, würde ich es schätzen, einen Diskurs von Ihnen zu hören.“ Als er gefragt wurde, wählte er den Diskurs über Sati-patthana, den Diskurs über die Betrachtung der vier Sati-patthanas die sich auf den Körper, die Gefühle, den Geist und die Phänomene beziehen.

Gerade in diesem Moment erschienen sechs Devalokas mit sechs üppig geschmückten Wägen, und der sterbende Mann wendete sich ihnen begierig zu. Sodann hörte er Stimmen, süß und klar, die da einherströmten: „Beeile dich guter Mann, beeile dich, halte nicht an deinem weltlichen Leben fest. Die Stunde ist gekommen, dass du nun von deinem weltlichen Besitz getrennt wirst; wähle nun das eine, das unbezahlbar für dich ist, die Aufgabe, die eine himmlische Flöte ist.“ Der Klanführer wurde sich des himmlischen Rufes bewusst und blieb ruhig. Er antwortete: „Gewahr bin ich mir der Gesellschaft, aber ihr Ruf war laut und hat meine Achtsamkeit, die ich mit meinem offenen Herzen an Buddhas drei Juwelen gewidnet hatte, zerstreut. Bitte euch, stoppt für diesen kurzen Moment euer Willkommenen im Dasein darüber hinaus.“

* Moritz Das blau markierte: "the role that is a fife celestial", fällt mir schwer, da Sinn draus zu gewinnen.

Die acht Mönche, sich der Anwesenheit der Devalokas nicht bewusst, dachten, es sei eine Bitte, den Diskurs über Buddhas Lehre nicht fortzusetzen, und sie alle blieben still. Doch die Kinder des Klanführers dachten, es sei die Angst vor dem Tode, welche den sterbenden Mann jagte, dass ihr Vater, ein sein ganzes Leben hindurch tugendhafter Mann, den sich nähernden Tod erschütterlich fürchtete. Sie wehklagten laut und der Lärm ihrer Schreie steigerte noch die Verwirrung.

Die Bhikkhus brachen schweigend zu ihrem Tempel auf, da sie glaubten, nichts mehr weiter tun zu können. In der Zwischenzeit wurde dem Klanführer die Bestürzung seiner Kinder, anstelle des Friedes und der Stille, die noch vor einem Moment herrschten, bewusst. Er konnte den plötzlichen Ausbruch von Trauer und das tiefe Weinen seiner Kinder nicht verstehen und wendete sich ihnen zu: „Meine guten Kinder, trauert nicht über etwas, das kommt. Freut euch mit mir, dass ich in dieser Stunde mit der Anwesenheit der Devalokas, die mich zuwinkend anhalten, beglückt bin, mich auf meiner Reise in das klare Land, das rein und sorgenfrei ist, zu beeilen. Nun meine Kinder, sagt mir, welcher ist der erhabenste der sechs Himmlischen Welten?“ „Es ist Tusita, das reine Land der Bodhisattvas“, war die Antwort der Kinder. „Dann holt mir ein Gesteck aus Blumen, macht euren Wunsch, wenn ihr es hoch werft, lasst es auf dem Fuhrwerk aus Tusita, wo ich mich aufhalten werde, hängen.“ Die Kinder brachten ein Gesteck aus Blumen und warfen es in die Richtung, die ihr Vater ihnen anzeigte. „Nun Kinder, könnt ihr das Gesteck nun an dem Wagen von Tusita sehen?“ „Wir können die Blumen sehen, aber wir können keinen Wagen sehen, wie du uns beschreibst, Vater.“ „Der Ort, wo die Blumen sind, ist, wo auch mein Wagen ist, meine Zeit ist um, trauert nicht um mein Scheiden, seid achtsam in der Beständigkeit, gute Arbeit auf Erden zu tun, und wenn eure Aufgabe erfüllt ist, möget ihr alle eure Geburt im Tusita-Himmel suchen.“ Mit dem Ende der letzten Nachricht schied er und war in Tusitas reinem Lande geboren.

Die acht Bhikkus erklärten Buddha nach der Rückkehr in den Tempel die Umstände für deren abruptes Aufbrechen. Buddha sagte: „Ihr konntet mit euren Augen die Präsenz der sechs Devalokas nicht sehen und Upasikas scheinbare Bitte, den Diksurs in der Mitte eurer Rezitation des Suttas zu beenden, war in Wahrheit eine Bitte an die Devalokas, ihn die Lehre hören zu lassen.“ - „Oh! Meister, was passierte ihm in seiner nächsten Geburt?“, fragten die Bhikkus. Er strebte nach seiner glückverheißendsten Wiedergeburt im reinen Land von Tusita. Wie dieser Upasika, sehen viele, die auf der Suche nach dieser sehr freudigen Geburt, den Pfad darin, meinem Dharma fleißig zu folgen.
Posted by: Moritz
« on: March 03, 2014, 01:19:19 AM »

Das Üben in Großzügigkeit ist von größtem Segen.

Großzügigkeit ist kein Akt aus einem tiefen Interesse an einer letztlichen Gegenleistung im Moment oder später. Wenn dem so ist, ist Großzügigkeit ein weit vorausschauendes Werkzeug, als eine Kompensation, die dazu verwendet wird, einen Ausgleich zu einem schwerer wiegenden Gegenstück zu finden. Der wesentliche Kern von Großzügigkeit ist, dass es ein durch ein inneres Verlangen unterstützter Akt sein sollte, der, wie immer groß er sein mag, danach verlangt, sein eigenes Festhalten zu befreien. Einzig diese Weise würde den Gebenden nicht mit einem zusätzlichen Verlangen nach einer Erwartung in der Zukunft belasten, mehr würde das volle Verständnis seines selbstlosen Aktes ihm in Zukunft gutes bewirken und das Leiden seiner Mitmenschen lindern. Es macht einen tiefen Sinn, sich selbst zuerst zu reinigen und seine Taten erhaben zu machen und dann Segen in diese Welt zu bringen.

Jemand mag wohltätig sein, jedoch sich selbst dabei an seine eigene Gier versklaven. Er ist bekannt als ein Sklave der Großzügigkeit. Er ist momentan durch ein Verlangen, zu geben, motiviert, und in diesem wählt er, was er nicht so schätzt, und aufgrund dessen geringen Wertes gibt er es weg. Ein anderer hat eine andere Charakterhaltung bezüglich seiner Sicht von Großzügigkeit. Er fühlt keine Hürde in einer sozialen Benachteiligung betreffend seines Besitzes und gibt im selben Ausmaß, wie er es auch für sich selbst beansprucht. Er ist ein Freund der Großzügigkeit. Aber eine Person, die am höchsten in dieser Wertung der Liebe zur Großzügigkeit gezählt wird, denkt nicht an sich selbst und nicht an ihren Besitz. Er ist gewillt, größere Opfer zu bringen, in der Abwägung, dass die Bedürfnisse anderer größer als seine eigenen sind. Er ist ein Meister der Großzügigkeit.

Illustration:

Während der Regierungszeit von Brahmadatta, wurde der Bodhisatta in eine reiche Familie geboren. Seine Eltern nannten ihn Visahya. Während er aufwuchs, wurde es tägliche Routine für ihn, sich an die fünf Silas zu halten, und am Ende der Woche hielt er sich an die acht Ethikregeln. Neben seiner Tugend, ein reines und heilsames Leben zu führen, hatte er ein starkes Bestreben, und das war, Almosen zu geben, welches er stets intensiv auszuführen plante. Er setzte seine hochsinnigen Pläne um und errichtete vier Almosenhäuser um den Stadtrand von Stadt Benares, wo er lebte, eins in der Innenstadt und eines nahe seines Heimes. Für den Erhalt dieser Heime für die Armen wendete er hunderttausend Münzen pro Tag auf.

Die Tugend von Visayha und sein undermüdlicher Einsatz, Gutes umzusetzen, war bald bis in das Reich Brahma-Welt vorgedrungen. Dort fühlte Sakkadevaraja starkes Verlangen, die Tugend von Visayha zu testen, indem er eine groß angelegte Zerstörung all seines Reichtumg, Besitzes und seiner Nahrung verursachte. Was in den Ruinen übrig war, waren zwei Körbe, ein Stab und eine Sichel. Seine Frau war tief bestürzt, ihn der Trostlosigkeit seiner Armut entgegentreten zu sehen, aber er versicherte sie, dass er, so lange sein Leben verschont blieb, versuchen würde, durch seine gegenwärtige Not hindurch weiter mit seiner guten Arbeit fortzusetzen. Auf diese Entscheidung sammelte er das einzige Überbleibsel seines Besitzes und wanderte weiter in die Wälder. Als Grasschneider setzte er seinen Handel fort und behielt stets die Hälfte seines Verdienstes für Spenden zurück. Oft griff er selbst auf die armseligen Reserven seiner Familie zurück und setzte seine humanitäre Hilfe bereitwillig fort. Aufgrund seiner unaufhörlichen Arbeit und der verarmten Lage, in welcher er sich befand, brach er zusammen. Sakkadevaraja erschien vor ihm, als er sein Bewusstsein wieder erlangte.

"Du bist nun in der Situation der Erschöpfung. Wie kannst du die Aufgabe fortsetzen, die du so starr dir selbst Tag für Tag aufbürdest, bei äußerster Missachtung deiner Gesundheit? Wäre es nicht von Interesse für dich, deine Hingabe von dort weg zu lenken und etwas für deine eigenen persönlichen Nöte zu nutzen, anstatt das Leiden anderer zu stillen?

"Mag es mir erlaubt sein, zu erfahren, wer Ihr seid?" fragte Visayha.

"Ich bin Sakkadevaraja", war die Antwort.

"Als Sakkadevaraja wird es für Euch doch leicht sein, die vielen verdienstvollen Taten, die Ihr in der Vergangenheit geleistet habt, aufzuzählen. Eure Empfehlung an mich, nicht mit der guten Arbeit fortzusetzen, scheint ein völliger Widerspruch zu Eurem eigenen Ideal, ein Sakkadevaraja zu werden. Selbst, wenn tausend Sakkadevarajas sich Euch anschließen würden, würde es dennoch den festen Entschluss, den ich gefasst habe, schwächen. Ich habe eine große Aufgabe begonnen, und mit meinem gesamten Mitgefühl möge es sein, dass durch meine Hingabe in diesem Leben und danach die Ignoranz vieler Lebewesen verschwinden mag und diese die Weisheit des noblen Pfades erlangen. Ich arbeite nicht, um Ruhm und Glück des Sakkadevaraja oder der Gottheiten anderer freudvoller Existenzzustände zu erlangen, sondern ich strebe den höchsten Kurs an, den unglücklichen und sorgenvollen Zustand der Existenz zu befreien; ich strebe danach, ein Buddha zu werden."

Sakkadevaraja war erfreut, die Wahrheit über Visayhas großes Ziel der Buddhaschaft zu lernen, und er stellte all seine Besitztümer mit noch vergrößertem Reichtum wieder her, welche Visayha in Wohltätigkeit weg gab. Als Visayha starb, fand er eine glücklichere Existenz in den himmlischen Reichen.
Posted by: Moritz
« on: March 02, 2014, 10:08:53 PM »

Sich mit nicht angreifbaren Tätigkeiten zu befassen, ist von größtem Glück

Suche einen heilsamen Handel oder Beruf. Es wird vielleicht nicht deinen Wunsch erfüllen, aber so lange dein Unternehmen ehrlich, rein und herzlich ist, mit keiner schlechten Absicht wie betrügen oder verletzen zu müssen, um die erwarteten Früchte zu bekommen, wirst du, redlich verdient, von denjenigen, mit denen du arbeitest, allen Frieden und Behaglichkeit haben. Dein Kurs ist Offenheit und daher wird er kein Übelwollen oder Arglist gegenüber allen anderen in sich tragen. Du bist Freund für alle, für deine Kollegen, deine Nachbarn oder deine Mitbewerber, und deren Fehltritte sollten nicht Gegenstand deiner Angelegenheiten, dass sie es so zu tun hätten, sein. Anstelle dessen spürst du, dass du ein Teil einer großen Maschine bist, und dass aufmerksame Mitarbeit wesentlich für deinen Beitrag ist, um Frieden und Harmonie für die Menschheit zu bringen.

Sei gewissenhaft mit deiner Arbeit. Fülle deine Zeit mit ehrlichen Beschäftigungen und Aktivitäten, und Faulheit sollte keinen Zugang bekommen. Zeit schwindet zügig davon, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ein Lager voller goldener Möglichkeiten möge verloren sein, wenn du keinen Gebrauch von deinen glanzvollen Momenten machst. Freudvoll ist der Mann, der sich seinen Traum mit seinem eigenen Schweiß und seiner eigenen Arbeit materialisiert hat. Schmeckt nicht die Frucht aus dem eigenen Gemüsegarten süßer, und heben sich nicht die Gefühle, wenn die eigenen Hände einem Freude und Zufriedenheit geben? Direkt unabhängig zu sein und nicht eine Bürde einem anderen aufzuerlegen, sollte das Ziel sein, um in einen friedvollen Rahmen des Geistes zu gelangen.

Illustration:

Einst lebte in Benares ein reicher Mann namens Cullasetthi. Er war allseits in Benares für seine Weisheit bekannt und war auch ein berühmter Astrologe. Eines Tages, als er der Landstraße entlang ging, kam es dazu, dass er eine offentsichtlich tote Ratte auf der Straße liegend sah. Er begann über das Objekt mit Interesse zu sinnieren, da es von einem günstigen Moment abhängt, und nicht seltsam wäre, erstaunlichen Reichtum vorherzusagen, wenn nur der richtige und glückliche Mann sofort von der toten Ratte Besitz ergreifen würde und sie zu seiner ersten Gelegenheit nützen würde. Wenig erkannte der Astrologe, dass seine voraussagende Bemerkung über die Geschichte der Ratte die Ohren eines armen Mannes, Cullantevasika erreichten. Dieser, abwägend, dass er mit diesem Angebot nichts zu verlieren hätte, hob die Ratte schnell auf und ging seines Weges.

Kurze Zeit danach erblickte er einen Mann, der nach Futter für seine hungrige Katze suchte. Es kam ihm gelegen, seinen unschätzbaren Besitz für ein paar armselige Kupferlinge los zu werden, welche ihm Zuversicht geben würden, aus seiner miserablen Lebenssituation zu kommen. Er würfelte mit der Idee in seinem Geist, aus der Habe, was immer möglich sei, zu verdienen. Er investierte alles, was er hatte, in ein paar Stücke Süßigkeiten, und mit dem frischen Wasser, das er besorgen konnte, offerierte er den Blumenhändlern einfache gesüßte Getränke zum Verkauf. Für seine Mühen gab man ihm ein paar Hände voll Blumen, die er auf dem Markt verkaufte, um dann fortsetzend mehr Süßigkeiten zu kaufen und daraus einen größeren Nachschub für seine Kunden, die Blumenhändler, zu machen. Diesmal gaben sie ihm den Rest der ungepflückten Blüten. Dies bereicherte ihn mit ein paar extra Kupferlingen, aber schon das gab ihm Sicherheit, auf eigenen Füßen zu stehen, und veranlasste ihn, härter für seinen Unterhalt zu arbeiten.

Eines Tages kam ein schwerer Sturm auf. Sein Toben entwurzelte Bäume, und Äste flogen über den gesamten Park. Für Cullantevasika bedeutete dieser Tag, den Park zu reinigen und den Platz von dem Mist der gebrochenen Äste, toten Baumstümpfen und herumliegenden Blättern sauber zu machen. All jenes Gehölz wurde ihm als Vergütung für seine Arbeit gegeben, und er verkaufte es als Feuerholz. Wieder kam er auf sein Süßgetränkgeschäft zurück, worin er einen schnellen Verkauf an ermüdende Reisende vor dem Stadttor machte. Eine Gruppe von fünfhundert Grasschneidern waren auf dem Weg zur Stadt und rasteten sich nahe dem Tor aus. Cullantevasika war es möglich, sie mit seinen Süßgetränken zu versorgen, und löschte ihren Durst. In dieser Weise gewann er die Freundschaft der Grasschneider, die damit auf seine herzliche Gemütsart und freundliches Benehmen, mit dem er seinen kleinen und demütigen Handel trieb, reagierten.

Wie auch immer war Cullantevasika stets daran, jede günstige Möglichkeit für einen neuen Handel zu ergreifen, und so kam eines Tages die Neuigkeit zu ihm, dass einige Handelsmänner fünfhundert Pferde in die Stadt zum Verkauf senden würden. Er dachte sogleich an seine Freunde, die Grasschneider, und setzte sofort daran, seinen Plan, dass diese ihn mit eintausend Bündeln von Gras versorgen würden, zweimal so groß wie die üblichen Bündel, umzusetzen. Am folgenden Tag erreichten die Händler mit ihren fünfhundert Pferden die Stadt und suchten nach Futter für ihre Tiere, aber sie konnten nirgendwo jemanden finden, außer in dem Laden, den Cullantevasika führte. Sie kauften ihm den gesamten Bestand für eintausend Münzen ab.

Dieses Mal überbrachten ihm die Wasserträger die Neuigkeit, dass ein großes Handelsschiff dabei war, den Hafen zu erreichen. Er kaufte den besten Wagen der Stadt und kleidete sich wie ein reicher Handelsmann. Als dann das Boot ankam, wendete er sich an den Besitzer des Wasserfahrzeuges und reichte ihm einen teuren Ring zum Zwecke der Umwerbung, seinen Einfluss geltend zu machen, so dass alle Händler mit ihm Geschäfte machen mögen. Als Resultat scheiterten alle Händler, die später kamen, sich ein Geschäft zu sichern, während er ihnen als Vermittler diente, und sein Gewinn wuchs stetig, bis er eine Summe von einhunderttausend Münzen erreichte.

Cullantevasika wurde ein reicher Mann, und seine Gedanken wanderten zurück zu der Begebenheit auf der Landstraße, als er die Wahrheit Cullasetthis Prophezeihung erkannte. Er statte einen gebührenden Besuch bei Cullasetthi ab und bot ihm ein Geschenk von einhunderttausend Münzen dar, mit der Erklärung, dass er wünsche, ihm (Cullasetthi) dies als Anerkennung für das große Glück zu geben, das ihm durch das Befolgen dessen Rates bezüglich der toten Ratte wiederfahren war. Und wieder war ihm sein Glück hold. Als Cullasetthi seine selbstlose Natur erkannte, bot er ihm die Hand seiner (Cullasetthis) Tochter an. Sie lebten glücklich, und als Cullasetthi starb, übernahm er all seinen Reichtum und auch seine hohen Ämter als Schatzmeister des Königs.

Wenn wir nun unsere Überlegungen aus dieser Geschichte in unser tägliches Leben richten, bedeutet dies, dass, wenn immer unsere Arbeit mit einer reinen Absicht, frei von der Absicht, andere in Gefahr zu bringen, und ohne einen Verlust oder ein Verletzen anzustiften, passiert, dieses Unternehmen ein nobles und selbstloses ist.
Posted by: Dhammañāṇa
« on: March 02, 2014, 12:57:49 PM »

Dies ist der Fall eines sehr unglücklichen Mannes. Er war gebunden an die endlosen Runden der Wiedergeburt, nicht, dass er ohne einen Versuch, sich von seinen Ketten zu befreien, verblieben wäre, aber das Versagen seiner Eltern darin, ihn zum Pfad der Rechtschaffenheit zu führen, vom Beginn seiner Geburt als Mensch an, ...???...

* Moritz war mir nicht möglich, zu vervollständigen, da der Satz in keinem klaren Englisch da stand und mir nicht vom Sinn zu rekonstruieren war:

This is the case of a very unfortunate man. He was tied to the endless rounds of rebirth, not that he yielded without an attempt to break off his shackles, but the failure of his parents to lead him to the path of righteousness, for at this very birth of his as a man, and on his renunciation, would carry him on his last lap across the sea of Samsara and attain Arahantship.

,in dieser gegenwärtigen Geburt als Mann, und zu seiner Entsagung, hätte ihn zu seiner letzten...

Der Letzte Satz heißt, daß, wenn er gewisse Unterstützung von den entscheidenden Personen gehabt hätte, er seinen Weg getan hätte.

Quote
* Moritz : ui ui, was armen Eltern hier das Herz schwer gemacht wird mit solchen Geschichten... möchte man nicht in deren Haut stecken... Oder der der Kinder, die sich da ähnlich anschauen und sich vielleicht solches zuschreiben. Hartes Zeug...

Mitleid ist modern und so zieht sich alles den Bach hinunter. Nur ein Beispiel aus der Praxis, das diese Dinge nicht so weit weg erscheinen. Vor einiger Zeit, ich hatte da oft viel Zeit auf der Straße verbracht, bekam ich viele Dinge direkt mit. Und unter anderem ging ich zu einem Vater und sagte ihm, wenn er nicht beginnt, seinen Jungen zu zügel, wird er Probleme haben.

Sie hatten sich dazu entschieden den Mitleidweg zu gehen. Einer seiner Jungen, nachdem ich ihn ein anderes mal noch die Messer angenommen hatte, als er einen anderen seiner Spiel und Herumziehkumpel abschlachten wollte, später die zwei davon abgehalten hatte sich gegenseitig zu erschlagen, sitzt heute auf Drogenentzug in einem Gefängnis (das müssen die Eltern zahlen und bestellen), hat sich dort als letzte Aktion Eisenkugeln in den Penis gesteckt, ist krank geworden, um das Mitleid der Mutter zu erregen. Die Mutter ist eine Spielerin, und ihre Jungs haben nicht einmal dem Fernseher und andere Dinge aus dem eigenen Haus gestohlen, um zur Gunst der Mutter die Spielschulden abdecken zu können. Der Mann, sich gut was erarbeitet, kann nichts mehr halten. Weder seinen Wohlstand noch die Hoffnung für eines seiner Kinder. Uhh... die Geschichten haben keine Ende und wenn man diese Dinge nicht sieht, würde man es nicht glauben. Und das ist nur ein Nachbar, bei allen anderen siehts nicht anders aus. Und ja, sie weinen und trauen, klagen und sind verzweifelt über ihre Kinder, über eine ganze Generation. It's "Loveparade" time.

Das schlimme ist, daß heute auch die "buddhistschen Lehrer" tanha lehren, Liebe, Mitleid... und die jenen, die ehrlich und wahrheitsgemäß sprechen nicht beliebt sind, vom Einfluß der in Europa durch Amerika alle Kultur zerstört hat, und jetzt aus dem ganzen Westen, auf jeder Ebene eindringt, nicht zu sprechen.

Die Menschen haben nicht ohne Grund heute Angst vor ihren Kindern, ist ja nicht selten, daß man auch Eltern schlägt oder umbringt.

Denke nicht, daß es in Europa nicht noch schlimmer aussieht. Dort haben die Leute nur Schalldichte Wohnungen und Türen und noch etwas Budget um sich Sicherheitskräfte zu leisten. Solange der Drogennachtschub noch halten wird, wird diese Illusion auch noch halten.

Was denkst du, warum man solche Arbeiten die diese seltene nirgendwo bekommt? Was denkst du, warum man im Westen seit vielen Jahren z.B. die Arbeiten über Sati und samadhi übersetzt und bis heute Themen wie Dankbarkeit, Respekt, Großzügigkeit, Sigolavatta-Sutta... nicht findet? Weil man Dhamma nicht kaufen und auch nicht verkaufen kann.

Ich halte nichts von "grau"-Ausdrücken. Für jemanden der mit "das ist nicht gut" nicht leben kann, ist eine Grauversion nur Gift. Klar werden diese gewinnen und sich mehren. So ist Samsara. Wenn man dann klüger ist kann man ja dann weinen kommen.

Mit den Resultaten aus dummen Handlungen (eigene, angestiftete, tolerierte) muß man dann leben.

Es gibt ja eine z.b. dieses Buch im Internet auch schon umgeschrieben, von einem Malaysischen jungen Mönch und es gibt auch zahlreiche "verschönerte" Abhandlungen über das Mangalasutta. Sieh dir diese dazu jämmerlichen Ausführungen an: "Mother, father well supporting..." ...In western lands they often prefer to get some institution to take care of them as they age...

Viele Dinge wirst du vielleicht noch nicht kennen, noch nicht sehen. Behalte sie dir in Erinnerung und wenn sie dann zu beobachten sind, gibts dann auch keinen Zweifel mehr.

Sadhu! an dieser Stelle. Ja ist manchmal mühsam nichtpoeten und die Sprache die nicht ausgebessert wurde, zu übersetzen (denke an die Übersetzungen von der ehrw. Schwester Uppalavanna). Da muß man sich sehr viel Eindenken und die Ansichten annehmen, um da dort und da durchzukommen. Ist aber oft nur ein anderes Hemmnis und weniger die Rechtschreibung. Er ist nicht einfach zu übersetzen und auch nicht einfach in Worte zu fassen, die ihn einerseits nicht fehlinterpretieren und andererseits nicht zu fremd wirken.

Nehmt die Vorschläge, wenn sie euch besser vorkommen. Redlich ist ein schönes Wort, wenn man dessen Ursprung nicht vergißt und vielleicht mit "so wie man gewöhnlich redet, oder man es gewöhnlich macht" verwechselt (Ursprung des Wortes redlich: "so, wie man darüber Rechenschaft ablegen kann" = im Sinne von Gewissenhaft, ohne Angst vor Leid einstehen kann, Schuldenfrei ohne Betrug und selbst erarbeitet)

So und jetzt muß ich dann auch mal von den Kindern loslösen und sie einfach arbeiten lassen.  :)

 :-*
Posted by: Moritz
« on: March 02, 2014, 04:26:57 AM »

Der nächste Text in der Reihe (fortgesetzt von schon von Johann angefangenem) ging mir da etwas schwer. Möge auch niemand sich gehemmt fühlen (ebenso wie überall anders), da eventuell gefühlvoll nachzubessern, gerade da das meiner Erfahrungswelt etwas fern ist, sicher auch der modernen Kultur sehr fremd und für viele befremdlich:

 *sgift*

Sich um die Versorgung der Frau und der Kinder zu kümmern und auf sie zu achten, ist von größtem Glück.

Es wird von jedem verheirateten Mann erwartet, dass er treu zu seiner Frau ist, sie respektiert und sie in freundlicher Weise schätzt. Es ist nicht passend, wenn er die Zuwendung anderer Frauen sucht. Er muss der Frau die Freiheit geben, über das Eigentum des Haushaltes zu walten und in diesem Hinblick ihr jede Anregung, Sympathie und Unterstützung zukommen lassen, um jeglichem Zwist und Misstrauen entgegenzuwirken. Daraus wird sie stets Freude haben und in ihrer Aufgabe, den Haushalt zu führen, die notwendige Freiheit genießen. Selbst die Verlockung des Besitzes von großem Reichtum, selbst durch ein Erbe, steht und fällt mit einer reschaffenen (Vorschlag: redlichen; dabei fällt mir ein: diese Übersetzung hat mir sehr gefallen. "Rechtschaffen" klingt manchmal gut, aber oft so fast martialisch kämpferisch. "Redlich" ist da gemäßigter und für ein gutes Gleichgewicht.) Ehefrau, deren Anschauung die unbeirrbare Zuwendung alleine zu ihrem Mann ist und deren unmittelbares Interesse seinem Leben und seinen Interessen gilt. Sparsam in Vergnüglichkeiten zu sein, ist ihre Tugend, da ihre Zufriedenheit aus der Freude des Verständnisses und der Anteilnahme entspringt und dieses ihren Durst nach Ersehnen in natürlicher Weise stillt. Mit ihrer Hingabe rein und wahr, kann sie der Sorge und des vertrauensvollen Herzens ihres Mannes nicht ledig sein, sie mit der Verwaltung all seines Reichtums und Besitzes zu betrauen.

Worin man gegenüber einer Frau aufblickt, in Beziehung zu ihrem Mann, ist die Ausführung ihrer Pflicht, beschränkt auf das Führen seines Hauses mit Wachsamkeit, Sparsamkeit und Sorgfalt, und ohne dabei Momente von Unzufriedenheit, Bosheit oder Vernachlässigung zu zeigen. Sie sollte diesen Geist der Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit in der Richtung gegenüber dem Erhalt der Atmosphäre von Frieden und Harmonie im Heim pflegen. Nicht, dass ihre Arbeit tägliche Plackerei ist, es wird zu ihrem täglichen Bedürfnis, das ihren gemeinsamen Lebensstrom aufrecht erhält, und zugleich, ihren Kurs selbst in Schwierigkeit voraus zu sehen und keine Widrigkeit zu scheuen in ihrer berufenen Aufgabe. Dies ist, wie wir ihre unersetzliche Hingabe ansehen zu dem einzigen Mann, dem verbunden sie ihr Partner für das Leben ist. Denn dann auf anderen Pfad abzugleiten, geldliche Liebe und Hingabe eines anderen Mannes zu suchen, ist der üble Zug von Untreue und Betrug, welches Rufschädigung ihr Leben lange nach sich zieht. Sie muss die gute und würdige Verwalterin ihres Ehemannes Besitztümer sein, so diese ihr anvertraut, und in jeglicher Weise darf sie nicht sein Vertrauen missbrauchen, um sich in schlechtem Zeitvertreib zu verschwenden, insbesondere Glücksspiel und Trinken.

Die Aussicht eines verheirateten Lebens ist eine helle und glückliche nur dann, wenn der Mann und die Frau so vereint, sich darauf beschränken, das beste Leben zu leben, das sie zusammen in vollkommener Harmonie aufrecht erhalten können, während sie alle Fehler und Zweifel ertragen und die menschliche Natur, sich zu irren. Der erhabene Buddha sagte einst, dass ein Mann und eine Frau über die Grenze ihrer verheirateten Leben hinaus wie Devas und in ähnlicher Verfassung, entsprechend ihres heimischen Friedens und Glücks, leben können, indem sie ihr Leben nahe an den Lehren Buddhas halten, indem sie täglich die Tugendregeln einhalten und den bloßen Akt des freien Weggebens, um das Leiden vieler der Armen und in Not geratenen zu lindern. Und Segen sind ersichtlich, als Folge der guten Arbeit und frei alles Bösen von welcher Natur auch immer, das ihrer Wege kommen mag. In den Tagen des erhabenen Buddha lebten viele Familien in dieser harmonischen und idealen Weise, dass sie ihr gemeinsames Los des Lebens auf dieser Erde genossen.

Es kann hier von einem sehr glücklichen und liebenden Paar berichtet werden, Nakula Mata und Nakula Pita, welche, nachdem sie die Glückseligkeit ihrer glücklichen verheirateten Leben genossen hatten, wünschten, in ihrem nächsten Leben weiterhin zusammen zu leben. Sie suchten den Rat des erhabenen Buddha, und wegen ihres Wunsches und der gütigen und glücklichen Art, wie sie gemeinsam lebten, konnten sie ihren Wunsch einer glücklichen Vereinigung ein weiteres Mal in ihrer nächsten Wiedergeburt erfüllen.

Wenn man nun weiter geht und versucht, in seiner Suche nach Erfolg des gesamten Aufbaus eines glücklichen und beispielhaften Ehelebens ein Modell zu finden für ein sicheres Maß, in dem sie direkt ihren vollen Anteil an dem Erfolg oder Scheitern im Handhaben der Familienbande beiträgt, kann man finden, dass in diesem Sinne eine Frau leicht in eine von sieben Klassen fällt, welche wir nach ihrer jeweiligen Art und Gewohnheit benennen. Sie kann entweder sein:

1. Ärger stiftend
2. Diebisch
3. Herrisch
4. Mütterlich
5. Schwesterlich
6. Freundlich
7. Dienerisch

Illustration:

Sujata, die Schwester von Visakha Maha Upasika, heiratete den Sohn von Anatapindika. Sie war nicht nur wohlhabend, sondern auch liebreizend. Im Heim von Anathapindika wurde sie unangenehm für fast jedes Mitglied der Familie und die Sklaven gleichermaßen. Sie war streitsüchtig und setzte ihren eigenen Willen, hauptsächlich aufgrund ihres Dünkels, durch.

Eines Tages offerierte Anathapindika Speisen für den erhabenen Buddha und seine Bhikkhus, und während des Mahls versetzte sie den Haushalt in Aufruhr. Der erhabene Buddha, die Natur der Frau kennend, befragte sie über ihren Disput, welcher den Frieden ihres Heimes störte. Der erhabene Buddha fragte sie: "Da sind sieben Klassen von Ehefrauen; hast du irgendeine Ahnung, zu welcher Klasse du gehörst?" Sie antwortete, dass sie es nicht wisse. Der erhabene Buddha sagte: "Eine Eherau, die in keiner Weise entgegenkommend ist, aber jeden Gelegenheit findet, mit ihrem Ehemann oder Mitgliedern der Familie zu streiten, ist eine streitsüchtige Ehefrau. Eine Ehefrau, deren Blick darauf ausgerichtet ist, den Wohlstand ihres Ehemanns im Spielen und Trinken zu verschwenden, ist eine diebische Ehefrau. Eine Ehefrau, die guten Vorteil aus der Güte ihres Ehemanns zieht und eine überlegene Sichtweise annimmt in einer Art, um Kontrolle über ihn zu erlangen in jeder Angelegenheit, die seine Familie oder seine äußeren Aktivitäten betrifft, ist eine herrschsüchtige Frau; aber wenn eine Frau sich um die Interessen ihres Ehemannes mit sanfter Sorge und Hingabe kümmert wie eine Mutter sich um ihr Kind, ist diese Art von Ehefrau eine mütterliche; wiederrum eine Frau, die von Natur aus gehorsam und schüchtern ist wie eine Schwester gegenüber einem Bruder, gehört zum schwesterlichen Typ; und eine Ehefrau, die in gleicher Weise das Glück wie auch Unglück ihres Ehemannes teilt, ist sogleich eine freundliche; schließlich ist eine Ehefrau, die in Duldsamkeit der Launen und Missliebigkeiten ihres Ehemannes lebt und ihm durch und durch treu dient, vom dienerischen Typ.

Im Lichte der Wahrheit gewann Sujata die Verwirklichung der Früchte des ersten Pfades (Sotapatti). Den Diskurs fortsetzend, bemerkte der erhabene Buddha, dass unter den ersten drei Klassen von Frauen ihre Existenz nach dem Tod ein höllischer Zustand sein würde, unaussprechlichen Schmerz in verzehrendem Feuer und Qual. Die übrigen vier Klassen von Frauen würden selbst in ihren gegenwärtigen Leben den Vorrat von Glück genießen und nach dem Tod würde ihre Existenz ein Zustand von fortgesetzter Glückseligkeit im Reich des Himmels sein.

Hier mag von den glücklichsten und liebendsten Leben erzählt werden, die der Prinz Siddharta und seine Frau Yasodhara gemeinsam führten, von der Zeit Dipankara Buddhas an bis zu seiner schließlichen Erleuchtung als ein Buddha, dass sie in fast jeder Wiedergeburt zusammen in einem glücklichen und friedlichen Zustand zusammenlebten.

Um Ihnen eine Idee zu geben, was die Harmonie und das Glück ihres Zusammenlebens als Mann und Frau ausmachte, zitiere ich eine Illustration davon in einem der Fälle ihrer gemeinsamen Wiedergeburt:

Der Bodhisattva wurde als ein Prinz geboren, dessen Name Udaya Baddha war. Sie waren einander tief ergeben, und als Resultat davon machten sie gemeinsam einen feierlichen Schwur, dass in dem Falle ihres Todes der eine oder der andere dem noch Lebenden den Platz seiner Wiedergeburt mitteilen würde. Sie genossen das Glück ihrer Ehe, welches ein Privileg von wenigen war; ihre Hingabe war so andauernd wie das Band, das sie glücklich zusammenhielt. So kam es, dass sie bis in ein gutes hohes Alter zusammen lebten und König Udaya Bhaddha starb. Er wurde im himmlischen Bereich wieder geboren und wurde Sakkadevaraja.

Es geschah dann, dass als Sakkadevaraja er sich an das geheime Versprechen erinnerte, das er an Udaya Bhadda geleistet hatte, und er veranlasste sich selbst in einer Nacht in der Kammer der Königin zu erscheinen, welche schwer bewacht war. Er brachte ein großes goldenes Tablett für die Königin, welches goldene Gegenstände trug und bat sie, seine Gesellschaft für die Nacht zu akzeptieren. Die Königin, sehr überrascht, fragte nach einer Erklärung für diese plötzliche Gegenwart, als sie sich voll der Unmöglichkeit bewusst wurde, in ihre streng bewachte Kammer zu gelangen. Sakkadevaraja erklärte ihr, dass er ein Deva sei und beschwor sie, keinen Grund zur Beunruhigung zu finden, da er so nur seine Absicht der gewünschten Gesellschaft zum Ausdruck bringen wollte. Udaya Bhaddha, sich beruhigend, sagte: "Du magst ein Deva oder ein Teufel sein, aber wer auch immer du bist, schätze ich nicht deine Gegenwart in meiner eigenen Kammer, nicht zu sprechen, euer Recht einzufordern, mit mir allein sein zu dürfen. Kein Mann hat einen Platz in meinem Herzen, wie liebend und mächtig er auch immer sich zu sein herausstellen mag, nur die Verbindung in Gemeinsamkeit mit meinem eigenen verstorbenen König Udaya Bhaddha, dem ich meine ergebene Hingabe bekunde, die Gunst, die seine war. Ich bitte Euch, mich in Frieden zu lassen und Eures Weges zu gehen."

Sakkadevaraja erschien wieder in der zweiten Nacht, dieses Mal ein silbernes Tablett mit silbernen Inhalten darbietend, und flehte immer noch nach ihrer Liebe: Königin Udaya Bhadda bedachte, dass mit ihm ein Gespräch einzugehen bedeuten würde, ihn Nacht für Nacht erneut einzuladen, daher beschloss sie, still zu bleiben. In der dritten Nacht erschien Sakkadevaraja mit einem kupfernen Tablett, welches Artikel aus Kupfer trug und fragte wiederholt nach der Liebe der Königin. Daraufhin sagte die Königin: "Du scheinst eine sehr ungewöhnliche Weise zu haben, meine Liebe zu erflehen. Zu denken, dass dein Geschenk den Wert von Gold bis Kupfer trug in deinen drei Versuchen, meine Liebe zu gewinnen, ist eine alberne Geste. Wenn man ein Opfer bringen würde, würde man zu erst beim Kupfer anfangen und dann über Silber zu Gold, als ein Zeichen des ernsten Verlangens." Auf dies antwortete Sakkadevaraja passend: "Ich bin ein Händler, der weise sein Geschäft kennt, und daher setze ich den Preis entsprechend seines Wertes. Meine erste Einschätzung von Euch war der Wert von Gold, mein zweiter der von Silber und mein dritter fällt zum Grad von Kupfer, denn Euer Leben verfällt mit dem Verlauf der Zeit. Eure Schönheit schwindet, und so trägt Euer Alter Euch in langsamem Fortschritt unausweichlich näher an den Tod. Ich habe weise den Wert gesehen, dem ich meinen Preis an Euch beimaß, der, wie ihr beobachtet habt, in Wert verfällt. Wie Tag auf Nacht folgt, und Nacht auf Tag, wird die Lebensspanne eines Lebewesens kürzer und kürzer. Verfall und seine Konsequenzen von Tod sind das unausweichliche Schicksal von Mensch und Tier auf dieser Erde. Wohingegen in der himmlischen Ebene die Lebensspanne lang ist; da ist kein Zeichen von Verfall, und Falten erscheinen nicht, um das Alter zu kennzeichnen. Das Leben ist eines von andauerndem Glück, keine Sorge, noch Leid, die seinen Pfad beschmutzen.

Königin Udaya Bhaddha, wünschend, die Glückseligkeit, dieses sorgenlosen und schmerzlosen Lebens zu genießen, fragte nach dem Weg, wie sie dies erreichen könnte. Sakka erklärte, der eine und einzige Weg sei, ein tugendhaftes Leben zu führen, Tugendregeln einzuhalten und wohltätige Arbeit gut auszuführen. Dann offenbarte er, dass er in seiner vorigen Existenz König Udaya Bhadda gewesen sei. Die Königin bat in Tränen, da sie so einsam war, seine fortgesetzte Gegenwart bei sich zu haben, um sie die verbleibenden Jahre ihres irdischen Lebens zu trösten, bis der Tod sie schließlich erreichte. Sakkadevaraja erklärte ihr weiter die Lehre über den vergänglichen Zustand aller weltlichen Dinge und dessen Reihe von Sorgen. Das Leben war eins von Sorge und Schmerz von Geburt bis zum Tod. Als letztes Wort zu seiner früheren Königin erinnerte Sakka sie daran, ein heilsames Leben zu leben und zu allen Zeiten wachsam zu sein.

Am folgenden Tag sandte Königin Udaya Bhaddha nach all ihren Ministern und informierte sie über ihre Absicht, der Welt zu entsagen, und dass ein Tempel für sie in dem Park errichtet würde. Für den Rest ihrer Tage lebte sie in Frieden und Zufriedenheit. Der Tod kam so sicher wie die Nacht, die den plagenden Tag forderte; sie fand Wiedergeburt in der Sakka-Welt, wo sie glücklich den Platz mit Sakkadevaraja für die so versprochene Wiedervereinigung einnahm. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, die Sie gerade gelesen haben, dass ewige Glückseligkeit eines glücklich verheirateten Lebens von Geburt zu Geburt folgend und die Erfüllung der Wünsche, die perfekte Eintracht von Mann und Frau in der Runde der Wiedergeburt möglich geworden ist.




Matali, ein Deva, stellte Sakkadevaraja eine Frage: Da er selbst König der Sakka-Welt sei, welche Art von Tugend in einem Mann er respektieren würde: "Ich entbiete meine Ehrerweisung an den Laien, dessen gewöhnliches Leben eines von Reinheit und Heilsamkeit ist; er ist ein strenger Befolger der Regeln und Liebhaber der Wahrheit; er ist wohltätig in Bezug auf seinen Ausblick auf die leidende Welt und einer, der seine Pflicht gegenüber seiner Familie gut erfüllt", war die Antwort, die gegeben wurde.

Von Familie sprechend, besonders zu einem Mann, der wünscht, Kinder aufzuziehen, das perfekte Modell seiner Tugend, ist es von schwerer Wichtigkeit für ihn, die folgenden Hinweise zu berücksichtigen:

1. Halte ihn Fern von den Klauen von Lastern
2. Lehre ihn die Wege der Tugend
3. Bilde ihn darin aus oder hilf ihm, geschickt in einem Handel oder einem Beruf zu werden.
4. Finde eine passende Heirat für ihn
5. Übergib ihm sein Erbe

Ein Kind erhält Ausbildung von seinen Eltern. Da sind Stufen der Ausbildung, und diese unterscheiden sich in verschiedenen Perioden seines Lebens, wo ein schrittweiser Wechsel, gemäß seiner wachsenden Intelligenz, ihm auferlegt wird. Vom Alter von eins bis fünf, wo solche Perioden Sorge und Liebe von einem Elternteil erfordern, muss dem Kind jegliche Sympathie, Ermutigung und Freundschaft seines Elternteils zuteil werden. Vom Alter von sechs bis fünfzehn ist die beste Zeit, eine sorgsame und strikte Kontrolle über seine Schwierigkeiten auszuüben, ihn zu richtigem Verhalten im Leben hin zu führen und ihm die Ernsthaftigkeit seiner Arbeit beizubringen. Wo Strafe unvermeidlich ist, zur Zeit, wo das Kind Missverhalten oder Ungehorsam zeigt, muss er in einer ausreichend strengen Weise behandelt werden, um sein Fehltaten im wahren Licht zu sehen. Aber vom Alter von sechzehn Jahren an und älter ist das Kind groß genug, ihm jegliche Bestrafung zu ersparen. Er braucht den Respekt und Rat seines Elternteils, der ebenso ein Führer und Freund für ihn sein muss.

Illustration:

Einst war da ein Einsiedler, der auf seinem Weg zur Einsiedelei war. Er traf einen Jungen, der aus schierem Unfug anfing, ihn zu ärgern und zu beschimpfen. Der Einsiedler schenkte seiner Grobheit keine Beachtung, sondern ging statt dessen zu dessen Mutter, die in der Nähe stand, und wies sie an, von der jungen Pflanze Gebrauch zu machen, die nahebei wuchs, als ein Mittel zur Bestrafung für seine Ungezogenheit. Die Mutter ignorierte vollkommen die Anweisung des Einsiedlers, der dann seines Weges ging.

Zwanzig Jahre geschah es, dass er an derselben Route entlang ging, wo er einen Mann von einem Baum hängen sah, während in der Nähe die Mutter bitterlich über das Unglück ihres Sohnes weinte. Der Einsiedler näherte sich und sagte zu der Frau: "Meine gute Frau, Ihr braucht nicht mehr zu weinen, denn Euer Sohn ist tot. Ihr könnt Euch selbst nun für seinen Tod die Schuld geben. Auf genau diesem Fleck, vor zwanzig Jahren und bei genau diesem Baum, wies ich Euch an, Euer Kind zu erziehen und aufzuziehen, wie es sein sollte. Durch eben diese Ungezogenheit, die unkorrigiert belassen wurde, führt es ihn dazu, was aus ihm heute geworden ist, ein vollkommenes Wrack seines nützlichen Lebens, wo er gegen die Laster erzogen und geführt hätte werden sollen, die stets den Pfad eines jungen Mannes befallen.




Anathapindika hatte einen sehr ungehorsamen Sohn. Er war nicht nur respektlos, sondern auch eitel und glaubte nicht an gebührende Verehrung des dreifachen Juwels. Sein Vater war sich bewusst, dass der Fehler gänzlich bei ihm selbst lag, den Willen zur notwendigen Maßnahme aufzubringen, um die Gehorsamkeit und Würde seines Sohnes hervor zu bringen. Eines Tages ersann er einen Plan, um die Gewohnheit von dessen Arroganz zu brechen und ihn bescheiden und gehorsam werden zu lassen.

Er schlug vor, und bot seinem Sohn hundert Goldstücke dafür, wenn er die Tugendregeln im Tempel für nur einen Tag einhalten würde. Zuerst dachte der Sohn, sein Vater machte einen Witz, aber später wurde er überzeugt, dass es seines Vaters Wunsch sei, dass er die Tugendregeln für einen Tag einhalten sollte.

Der Sohn ging zum Tempel und nahm still seinen Sitz in einer Ecke, ohne die Gegenwart des erhabenen Buddha und seiner Bhikkhus zu achten. Der Tag verging und der junge Mann kehrte nach Hause zurück. Der Vater war sehr zufrieden und bot ihm Speisen von verschiedenen Delikatessen an, aber er verweigerte ihm, auch nur einen Brocken des Essens zu schmecken, bis sein Vater ihm die hundert Goldstücke bezahlt hätte, die er versprochen hatte. Am folgenden Tag rief Anathapindika seinen Sohn und versprach ihm eine Belohnung von tausend Goldstücken, wenn er sich an die Lehrrede des Buddha erinnern könnte. Der Befreite, den Zweck seiner Mission kennend, gab eine Lehre im Dhamma von solcher Art, dass wie immer ernst sein Versuch, die entsprechende Zeile der Lehre zu verstehen sein würde, er sie bald vergessen würde, sobald er zur nächsten Zeile käme. Er setzte mehr Anstrengung darin, seine Aufmerksamkeit zu behalten, aber Stanza um Stanza, obwohl er versuchte, zu lernen, war er unfähig, sie aus seiner Erinnerung wiederzugeben. Als der erhabene Buddha seinen Diskurs beendete, gewann Anathapindikas Sohn, durch seine ernste Aufmerksamkeit und durch die Weisheit seines Vaters, die erste Frucht des noblen Pfades (Sotapatti). Im Triumph begleitete er den Erhabenen und seine Schüler und setzte auf deren Weg zum Haus von Anathapindika fort.

Anathapindika wusste, sobald er den erhabenen Buddha sah, dass sein Sohn verändert war und nun ein edler Sohn geworden war. Er war sehr zufrieden, aber der Sohn, als er seinen Vater sah, war beschämt und wünschte, dass sein Vater ihm nicht in Gegenwart des Buddha die tausend Goldstücke als Bezahlung dafür gäbe, dass er sich den Diskurs des Buddha angehört hatte. Anathapindika machte Gaben von Speisen an den erhabenen Buddha und seine Schüler und dann an seinen Sohn.

Als das Mahl vorüber war, machte er das Geschenk der tausend Goldstücke an seinen Sohn als eine Erfüllung seines Versprechens ebenso wie als ein Zeichen der Anerkennung in der Veränderung seines Sohnes, von Ungehorsam und Eitelkeit zu großem Edelmut. Der junge Mann bat seinen Vater ruhig, den Preis zurück zu halten. Der erhabene Buddha, die Situation durch seine göttliche Einsicht kennend, fragte nach einer Erklärung. Anathapindika sagte: "Vor zwei Tagen hat mein Sohn die Tugendregeln zu befolgen auf sich genommen, gegen Bezahlung von hundert Goldstücken, und weigerte sich, Nahrung zu sich zu nehmen bei seiner Rückkehr vom Tempel, bis die Auszahlung seines Preises in Gold getilgt sei. Er wurde auf einen zweiten Laufgang geschickt, unter der Versprechung, ihm tausend Stücke Gold zu zahlen, wenn er mir nur ein Stanza von dem Dhamma, das er gelernt hat, aufsagen könne." Der Erhabene gab seine Antwort: "Jeder Mann, der die wahre Verwirklichung des noblen Pfades gefunden hat, hat das größere Glück als einer, der die Position eines Weltherrschers oder von Göttern einnimmt."




In Benares war eine reiche Familie, die nur einen Sohn, Mahadhana Settha Putta, hatte. Das Kind war gänzlich vernachlässigt in Bezug auf seine Ausbildung und die generelle Erziehung, denn die Eltern betrachteten es als eine lästige Aufgabe, nach dem Wohlergehen ihres Sohnes zu sehen und glaubten nicht daran, die notwendige Kontrolle über ihn zu haben. Als ein Resultat wurde dem Sohn freie Hand gelassen, zu tun, was er wollte, und so wurde sein Leben in Amüsement und Untätigkeit verschwendet.

In derselben Stadt lebte eine andere wohlhabende Familie mit nur einer Tochter. Die Eltern des jungen Mädchens kamen auf die Idee, ihre Tochter in derselben Weise zu behandeln wie die Eltern von Mahadhana Sitthi Putta, denn sie glaubten, dass ihr immenser Reichtum mehr als ausreichend sein würde, ihrer Tochter ein Leben in Leichtigkeit und Behaglichkeit zu gewähren.

Diese zwei reichen Familien wurden durch Ehe ihres Sohnes und ihrer Tochter vereinigt. Nachdem die Eltern beider Familien gestorben waren, ging all ihr Reichtum und ihre Erbschaft an Mahadhana Setthi Putta und seine Ehefrau. Sie lebten ein sorgloses Leben, und da alles ihnen gehörte, ohne Einschränkung, wurden sie bald ein leichtes Opfer für allerlei Laster; sie tranken, spielten, tanzten und unterhielten sich verschwenderisch, bis all ihr Reichtum aufgebraucht war. Dann verkauften sie ihr Haus, in dem sie lebten und sogar die Betten, auf denen sie schliefen. Sie schliefen am Wegesrand und bettelten nach Brocken von Speisen im Umkreis des Tempels.

Eines Tages kamen sie auf ihrer üblichen Runde für Almosen in den Tempel, wo der erhabene Buddha sich aufhielt. Daraufhin hellte ein mildes Lächeln das Antlitz des Erhabenen auf, als die zwei Bettler in Sicht kamen. Ananda Thera, der es bemerkte, fragte nach dem Grund des Lächelns und der Erhabene antwortete: "Wenn, in ihren jungen Tagen dieser Mann und diese Frau auf ihren Wohlstand richtig acht gegeben hätten und ihre Pflichten entsprechend erfüllt hätten, wären sie nun die reichste Familie von Benares. Aber wenn beide von ihnen ihren Reichtum zum Zwecke der Entsagung aufgegeben hätten, wäre der Sieg des Mannes sein Erlangen der Arahatschaft geworden, und der der Frau die Stufe des Anagami. Wenn sie dann in ihrem späteren Leben gut Sorge für ihren Wohlstand getragen hätten, wären sie die zweitreichste Familie in Benares geworden und im Verlaufe ihrer Entsagung hätte der Mann den Zustand des Sakadagami erreicht und seine Frau Sotapatti. Aber nun sind sie menschliche Wracks, und die Gelegenheit, die Früchte ihrer Arbeit in Glückseligkeit, die weltlich und überweltlich ist, zu genießen, ist für sie für immer verloren.



Während der Zeit, als der erhabene Buddha sich im Velu-Vana-Tempel in Rajagaha aufhielt, war da in einer Familie eines wohlhabendene ansässigen Bürgers ein Junge. Ihm wurde nicht die nötige Ausbildung gegeben, wie sie von solch reicher Elternschaft erwartet wird. Seine Eltern hatten eine andere Sichtweise, denn der Ausblick, ihren Sohn seine Ausbildung erhalten zu lassen, würde weitere Beschwernis und eine Bürde für seinen jungen Geist bedeuten. Sie hatten eine gute Einschätzung, dass, wenn ihr Sohn tausend Goldstücke jeden Tag ausgeben würde, es ihn einhundert Jahre kosten würde, bevor ihr Reichtum vollständig aufgebraucht wäre. Als er erwachsen wurde, arrangierten seine Eltern eine Heirat für ihn, mit einem Mädchen, das ebenso ein verwöhntes Kind war. Nach dem Tod ihrer Eltern schlossen sie sich der Gesellschaft von Männern an, die tranken und ihre Zeit verspielten. Als ihr Reichtum bis zum letzten Kupfer aufgebraucht war, verpfändeten sie ihr Haus als Sicherheit für einen Kredit, und als die Schulden sich anzuhäufen begannen, wurden sie auf die Straße getrieben und hatten keine Nahrung oder Behausung.

Eine Bande von Räubern, die den umgebenden Bezirk plünderten, sahen ihre Not, und da der Mann stark und stämmig war, nahmen sie ihn in den Dienst, mit ihnen auf Raub zu gehen. Eines Tages planten die Räuber, einen Raubmord im Haus eines reichens Mannes zu begehen, und seine Pflicht war es, außerhalb des Tatorts Schmiere zu stehen, und ihm wurde ein stabiler Pfeiler gegeben, um jede Person zu töten oder zu verstümmeln, die kommen würde, um Hilfe zu leisten. Während des Vorgangs des Raubs schlugen die Eingekreisten Alarm, und die Räuber flohen in eine andere Richtung. Der dumme Wächter hielt an seine Posten und wurde darauf folgend in Haft genommen. Es war zu dieser Zeit, dass Raub als ein großes Verbrechen angesehen wurde, und die Bestrafung, die dafür fällig war, war der Tod. Der Tag der Hinrichtung kam und der unglückliche Mann, mit einem Kranz von roten Blumen um den Hals und ganz über rot bemalt, wurde auf die Straße geführt. Eine Begleitung von Trommelschlägern, Wachen und sein Scharfrichter hielten ihn auf dem Marsch in sein Verhängnis.

Auf dem Weg passierten sie das Haus einer Kurtisane, die zu einer Zeit Hilfe von dem dummen Mann bekommen hatte. Sie hatte Mitgefühl, und da es jenseits ihres Vermögens war, ihm zu helfen, bot sie ihm vier Stücke hausgemachten Kuchens und einen Krug voll Wasser. Genau in diesem Moment erschien Maha Moggallana Thera in der Szene, und der verurteilte Mann, wissend, dass sein nutzloses Leben bald vergangen sein würde, hatte einen letzten Wunsch, dass es wohlbringender für ihn sein würde, die Speise und das Wasser Maha Moggalana zu offerieren, welcher diese Gabe entgegennahm und die Mahlzeit einnahm, um die Freude im Herzen des Mannes anzuregen, über die Würdigkeit seiner Tat, die er getan hatte.

Es dauerte nicht lang bis zu seiner letzten Strecke, und ruhig ging er auf das Schaffott zu, mit dem einzigen Gedanken, dass selbst in dem Moment, wo das Schwert des Scharfrichters davor sein würde, auf seinen Hals nieder zu schnellen, seine Freude die Gabe wäre, die er an Maha Moggallana gemacht hatte, und wenn er immer noch diesen heilsamen Gedanken behielte, unter Ausschluss anderer vorüber gleitender Gedanken, würde es ihm Existenz in den himmlischen Bereichen hervor bringen. Aber dann nistete sich ein zweiter Gedanke in seinem Geist ein an die anhaltende Liebe zu der Kurtisane, und durch diesen Gedanken, mit dem Fall des Scharfrichters Schwertes, verursachte es für ihn die unmittelbare Wiedergeburt als ein Baumgeist, der einen Banyan-Baum bewohnte.

Dies ist der Fall eines sehr unglücklichen Mannes. Er war gebunden an die endlosen Runden der Wiedergeburt, nicht, dass er ohne einen Versuch, sich von seinen Ketten zu befreien, verblieben wäre, aber das Versagen seiner Eltern darin, ihn zum Pfad der Rechtschaffenheit zu führen, versagte ihm die Möglichkeit, in dieser Geburt als ein Mann die verbleibenden Schritte zu tun, um ihn schließlich, mit seiner Entsagung, die letzte Strecke über das Meer von Samsara zu tragen und Arahantschaft zu erreichen.

Wenn jeder Elternteil nur die Sorge und Pflicht würdigen kann, dass sie sich für das Wohlergehen ihrer Kinder verantwortlich machen, von jeder Ausgangslage, wird es sehr wahrscheinlich sein, dass ihr voller Ausblick auf das Wohlergehen der gesamten Zukunft ihrer Kinder mit der Helligkeit eines Sterns verglichen werden kann. Er ist fleckenlos, unabhängig von den Flecken rundherum, aber sobald Kontakt einsetzt, mit seinen fortschreitenden Tagen, wird der Geist mit dem Aufkommen einer gemischten Arten, heilsam und unheilsam, konfrontiert.
Posted by: Dhammañāṇa
« on: February 11, 2014, 07:54:05 AM »

Der werte Moritz mag gar nicht vermuten, welche Freude es mir bereitet, dieses wundervolle Heft in guter Deutscher Sprache zu sehen. Es gab nichts schöneres als diese Heft (physisch), die einst als Dhamma-Dana bekommen, Laien im Familienleben zu schenken. Ich hab wie immer kein einiges mehr.

Sadhu!

 :-*
Posted by: Moritz
« on: February 11, 2014, 07:42:11 AM »

 *sgift*
Sich mit nicht angreifbaren Tätigkeiten zu befassen, ist von größtem Glück
(korrekturgelesen)

Suche einen heilsamen Handel oder Beruf. Es wird vielleicht nicht deinen Wunsch erfüllen, aber so lange dein Unternehmen ehrlich, rein und herzlich ist, mit keiner schlechten Absicht wie betrügen oder verletzen zu müssen, um die erwarteten Früchte zu bekommen, wirst du rechtschaffen verdient, von denjenigen, mit denen du arbeitest, allen Frieden und Behaglichkeit haben. Dein Kurs ist Offenheit und daher wird er kein Übelwollen oder Arglist gegenüber allen anderen in sich tragen. Du bist Freund für alle, für deine Kollegen, deine Nachbarn oder deine Mitbewerber, und deren Fehltritte sollten nicht Gegenstand deiner Angelegenheiten, dass sie es so zu tun hätten, sein. Anstelle dessen spürst du, dass du ein Teil einer großen Maschine bist, und dass aufmerksame Mitarbeit wesentlich für deinen Beitrag ist, um Frieden und Harmonie für die Menschheit zu bringen.

Sei gewissenhaft mit deiner Arbeit. Fülle deine Zeit mit ehrlichen Beschäftigungen und Aktivitäten, und Faulheit sollte keinen Zugang bekommen. Zeit schwindet zügig davon, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ein Lager voller goldener Möglichkeiten möge verloren sein, wenn du keinen Gebrauch von deinen glanzvollen Momenten machst. Freudvoll ist der Mann, der sich seinen Traum mit seinem eigenen Schweiß und seiner eigenen Arbeit materialisiert hat. Schmeckt nicht die Frucht aus dem eigenen Gemüsegarten süßer, und heben sich nicht die Gefühle, wenn die eigenen Hände einem Freude und Zufriedenheit geben? Direkt unabhängig zu sein und nicht eine Bürde einem anderen aufzuerlegen, sollte das Ziel sein, um in einen friedvollen Rahmen des Geistes zu gelangen.

Illustration:

Einst lebte in Benares ein reicher Mann namens Cullasetthi. Er war allseits in Benares für seine Weisheit bekannt und war auch ein berühmter Astrologe. Eines Tages, als er der Landstraße entlang ging, kam es dazu, dass er eine offentsichtlich tote Ratte auf der Straße liegend sah. Er begann über das Objekt mit Interesse zu sinnieren, so es von einem günstigen Moment abhängt, und nicht seltsam sein würde, erstaunlichen Reichtum vorherzusagen, wenn nur der richtige und glückliche Mann sofort von der toten Ratte Besitz ergreifen würde und sie zu seiner ersten Gelegenheit nützen würde. Wenig erkannte der Astrologe, dass seine voraussagende Bemerkung über die Geschichte der Ratte die Ohren eines armen Mannes, Cullantevasika erreichten. Dieser, abwägend, dass er mit diesem Angebot nichts zu verlieren hätte, hob die Ratte schnell auf und ging seines Weges.

Kurze Zeit danach erblickte er einen Mann, der nach Futter für seine hungrige Katze suchte. Es kam ihm gelegen, seinen unschätzbaren Besitz für ein paar armselige Kupferlinge los zu werden, welche ihm Zuversicht geben würden, aus seiner miserablen Lebenssituation zu kommen. Er würfelte mit der Idee in seinem Geist, aus der Habe, was immer möglich sei, zu verdienen. Er investierte alles, was er hatte in ein paar Stücke Süßigkeiten, und mit dem frischen Wasser, das er besorgen konnte, offerierte er den Blumenhändlern einfache gesüßte Getränke zum Verkauf. Für seine Mühen gab man ihm ein paar Hände voll Blumen, die er auf dem Markt verkaufte, um dann fortsetzend mehr Süßigkeiten zu kaufen und daraus einen größeren Nachschub für seine Kunden, die Blumenhändler, zu machen. Diesmal gaben sie ihm den Rest der ungepflückten Blüten. Dies bereicherte ihn mit ein paar extra Kupferlingen, aber schon das gab ihm Sicherheit, auf eigenen Füßen zu stehen, und veranlasste ihn, härter für seinen Unterhalt zu arbeiten.

Eines Tages kam ein schwerer Sturm auf. Sein Toben entwurzelte Bäume, und Äste flogen über den gesamten Park. Für Cullantevasika bedeutete dieser Tag, den Park zu reinigen und den Platz von dem Mist der gebrochenen Äste, toten Baumstümpfen und herumliegenden Blättern sauber zu machen. All jenes Gehölz wurde ihm als Vergütung für seine Arbeit gegeben, und er verkaufte es als Feuerholz. Wieder kam er auf sein Süßgetränkgeschäft zurück, worin er einen schnellen Verkauf an ermüdende Reisende vor dem Stadttor machte. Eine Gruppe von fünfhundert Grasschneidern waren auf dem Weg zur Stadt und rasteten sich nahe dem Tor aus. Cullantevasika war es möglich, sie mit seinen Süßgetränken zu versorgen, und löschte ihren Durst. In dieser Weise gewann er die Freundschaft der Grasschneider, die damit auf seine herzliche Gemütsart und freundliches Benehmen, mit dem er seinen kleinen und demütigen Handel trieb, reagierten.

Wie auch immer war Cullantevasika stets daran, jede günstige Möglichkeit für einen neuen Handel zu ergreifen, und so kam eines Tages die Neuigkeit zu ihm, dass einige Handelsmänner fünfhundert Pferde in die Stadt zum Verkauf senden würden. Er dachte sogleich an seine Freunde, die Grasschneider, und setzte sofort daran, seinen Plan, dass diese ihn mit eintausend Bündeln von Gras versorgen würden, zweimal so groß wie die üblichen Bündel, umzusetzen. Am folgenden Tag erreichten die Händler mit ihren fünfhundert Pferden die Stadt und suchten nach Futter für ihre Tiere, aber sie konnten nirgendwo jemanden finden, außer in dem Laden, den Culiantevasika führte. Sie kauften ihm den gesamten Bestand für eintausend Münzen ab.

Dieses Mal überbrachten ihm die Wasserträger die Neuigkeit, dass ein großes Handelsschiff dabei war, den Hafen zu erreichen. Er kaufte den besten Wagen der Stadt und kleidete sich wie ein reicher Handelsmann. Als dann das Boot ankam, wendete er sich an den Besitzer des Wasserfahrzeuges und reichte ihm einen teuren Ring zum Zwecke der Umwerbung, seinen Einfluss geltend zu machen, so dass alle Händler mit ihm Geschäfte machen mögen. Als Resultat scheiterten alle Händler, die später kamen, sich ein Geschäft zu sichern, während er ihnen als Vermittler diente, und sein Gewinn wuchs stetig, bis er eine Summe von einhunderttausend Münzen erreichte.

Cullantevasika wurde ein reicher Mann, und seine Gedanken wanderten zurück zu der Begebenheit auf der Landstraße, als er die Wahrheit Cullasetthis Prophezeihung erkannte. Er statte einen gebührenden Besuch bei Cullasetthi ab und bot ihm ein Geschenk von einhunderttausend Münzen dar, mit der Erklärung, dass er wünsche, ihm (Cullasetthi) dies als Anerkennung für das große Glück zu geben, das ihm durch das Befolgen dessen Rates bezüglich der toten Ratte wiederfahren war. Und wieder war ihm sein Glück hold. Als Cullasetthi seine selbstlose Natur erkannte, bot er ihm die Hand seiner (Cullasetthis) Tochter an. Sie lebten glücklich, und als Cullasetthi starb, übernahm er all seinen Reichtum und auch seine hohen Ämter als Schatzmeister des Königs.

Wenn wir nun unsere Überlegungen aus dieser Geschichte in unser tägliches Leben richten, bedeutet dies, dass, wenn immer unsere Arbeit mit einer reinen Absicht, frei von der Absicht, andere in Gefahr zu bringen, und ohne einen Verlust oder ein Verletzen anzustiften, passiert, dieses Unternehmen ein nobles und selbstloses ist.
Posted by: Dhammañāṇa
« on: February 06, 2014, 07:48:08 AM »

Sadhu!

 :-*
Posted by: Moritz
« on: February 06, 2014, 06:50:45 AM »

 *sgift*

Vielen Dank an den ehrwürdigen Johann für das Bewahren und Übersetzen dieser Arbeit.
(bis hierhin korrekturgelesen)

 :-*
Posted by: Moritz
« on: February 06, 2014, 06:47:01 AM »

Seine Eltern zu ehren, respektieren und zu unterstützen ist von größtem Glück

Dienste seinen Eltern erweisen ist eine gediegene menschliche Qualität. Buddha unternahm an mehreren Anlässen besondere Anstrengung, um auf diese Tugend hinzuweisen. Die Einhaltung von Diensten an Laien ist den Bhikkhus nicht erlaubt, jedoch im Falle der Dienste an den Eltern,
ermutigte Buddha nicht nur sondern machte es zu einer Notwendigkeit, dass Bhikkhus sich um die Notwendigkeiten ihrer Eltern annehmen. Aus diesem Blickwinkel können wir sehen, wie notwendig es ist, seine Aufmerksamkeit auf seine Eltern zu richten, dass die Hilfeleistung für die Eltern eine unausweichliche Aufgabe von Männern wie auch Frauen ist. Sie sollten nicht in dem Band der Verpflichtung fehlen, das sich durch ihre Geburt ihren Eltern gegenüber ergibt, welche in deren Liebe umsichtig auf die Sicherheit und das Wohl ihrer Kinder achten und sie durch die Passagen ihrer kindlichen und sorgenfreien Tage heranziehen; mit welcher Umsicht, Liebe und Aufopferung sie dieses säen. Keine Armut oder Reichtum ist je eine Abschreckung für die Liebe und Fürsorge einer Mutter über ihren Zerbrechlichen. Sie ist der starke Begleiter, der weder Nutzen noch Anerkennung sucht, jedoch rein und nobel in ihrer Liebe ist, dass sie ihr Leben für den Schutz ihrer fragilen kleinen Kinder gibt. Dieses spiegelt eine starke mentale Liebe wieder, die ebenfalls bei Tieren vorhanden ist. Wie wäre es dann möglich, dass jemand in absoluter Gleichgültigkeit die Pflichten gegenüber seinen Eltern, in einer Zeit, in der sie so abhängig von der Fürsorge und Hilfe ihrer Kinder sind, vergießt. Es ist die Zeit, in der sie ernsthaft über die Vorleistungen ihrer Eltern reflektieren sollten, und dass entsprechend des Alters und der Bindung zu den Eltern es von Vorrang ist, ihnen eine Hand zu reichen, so wie sie einst ihnen gereicht wurde.

Mögen alle, die sich gut um ihre Eltern kümmern diese Mission fortsetzen und Kraft sammeln Tag für Tag, und damit die größte Tugend im Unterstützen der Eltern entwickeln.

Illustration:
Der ehrwürdige Sariputta Thera, der führende Schüler Buddhas wusste, dass seine Zeit gekommen war, dass sein sterbliches Leben sich dem Ende neigt und die Vision des Zustandes von Pari-Nibbana sich manifestieren würde. Das Reflektieren darüber entwickelte daraus seine letzte Aufgabe, die Pflicht zur Dankbarkeit die er seiner Mutter schuldete. Die Dame Sari war als Mutter von sieben Arahants, von denen der größte der ehrwürdige Sariputta war, eine von Glück gesegnete Frau. Ihr Glaube war die Verehrung von Brahma und für sie war es überflüssig, ihren Einsatz in eine wirkliche Zuflucht zu den Drei Juwelen zu suchen. Es war ebenfalls ein Verlangen des ehrwürdingen Sariputta, ihr Vertrauen in die drei Juwelen zu gewinnen, das ihn dazu bewegte, den entsprechenden letzten Platz für sein zu erwartendes Pari-Nibbana zu wählen. Der
ehrwürdige Sariputta stellte seine letzte Bitte an Buddha, sein Pari-Nibbana im Hause seiner Mutter, als letzte Ehrerweisung ihr gegenüber, stattfinden zu lassen. Es war eine große Ehre, als der führende Schüler seine letzte und tiefe Ehrbietung gegenüber Buddha darbot und ihn, gefolgt von fünfhundert Begleitern, langsam verließ.

Der Jetevana-Tempel war belebt, und eine große Gruppe von Anhängern und Leuten waren gekommen, um den ehrwürdigen Sariputta Thera zu sehen. Es war eine Szene voll von Blumen und Speisedarbietungen, und sie erwiesen den letzten Respekt ihm gegenüber, weinten und trauerten über das Dahinscheiden ihres so geliebten Lehrers Sariputta.

Wie Lämmer nach ihrem Mutterschaf blöken, folgte diese große Gemeinde von Menschen ihrem Lehrer für eine lange Strecke, bis der ehrwürdige Sariputta seinen letzten Segen gab und sie anhielt, achtsam und sorgsam mit ihren Handlungen zu sein. Er setzte seine Reise heimwärts mit seinen fünfhundert Begleitern fort.

Auf dem Weg hatten tausende ausreichend Glück, das Dhamma, überliefert vom ehrwürdigen Sariputta, zu hören. Am siebenten Tag erreichte er die Stadt und rastete unter dem kühlen Schatten eines Bunyan-Baumes. Hier traf ihn sein Neffe Uparevata und zollte ihm den gebührenden
Respekt. Der ehrwürdige Sariputta bat ihn, seine Mutter über sein Kommen zu informieren und alle notwendigen Vorbereitungen für den Empfang der fünfhundert Begleiter großen Gemeinschaft zu treffen.

Als die Neuigkeiten zur Dame Sari gelangten, empfing sie diese mit gemischten Gefühlen von Freude und Überraschung, mit ihrer Liebe als Mutter und mit dem Gedanken, dass Ihr Sohn im gehobenen Alter etwa daran denkt, dass es nun an der Zeit wäre, die Robe abzulegen. Nachdem er sein Mahl zu sich genommen hatte, schritt der ehrwürdige Sariputta direkt in das Zimmer in dem ergeboren wurde und war bald stark an akuter Durchfallerkrankung leidend an an das Bett gefesselt, wo sich der ehrwürdige Cunda Thera um ihn kümmerte.

Die Mutter kam, stark beunruhigt über die plötzliche Erkrankung ihres Sohnes, näher an sein Zimmer, um nachzusehen, welche Hilfe sie leisten könne. Eine seltsame Vision traf ihre verwunderten Augen. Sie sah wie vier Gestalten mit strahlendem Lichtschein um deren gesamte Erscheinung hinein und wieder aus dem Zimmer gingen. Kurze Zeit nach dieser Erscheinung tauchte eine andere Figur in strahlendem Licht über den ganzen Körper auf, stellte sich vor den ehrwürdigen Sariputta und verschwand wieder. Sein Platz wurde von einer noch größeren und mit brillianterem Schimmer strahlenderen Gestalt eingenommen. Auch diese stand dort eine Weile und verschwand.

Noch immer vor Verblüffung über die seltsame Erscheinung wundernd, fragte sie den ehrwürdigen Cunda über die Gäste und deren seltsame Mission. Der ehrwürdige Cunda trat näher an den großen Thera heran und informierte ihn über die Anwesenheit seiner Mutter. Der ehrwürdige Sariputta wusste, dass es nun eine günstige Zeit für seine Mutter war, das Dhamma Buddhas zu verstehen, und so sprach der große Thera zur Dame Sari: „Was hat dich zu dieser Nachtstunde hier her geführt?“ Die Dame Sari, ihr Geist an das Wohlergehen ihres noblen Sohnes gerichtet und mit entzundener Zuneigung und Liebe einer großen Mutter, sprach mit weicher Stimme: „Geliebter Sohn, die einzige Freude, die mein Herz wärmt, ist dich wohl und glücklich zu sehen. Sage mir O mein Sohn! Was ist los mit dir, und wie ist der Stand deiner Gesundheit. Sage mir auch O Sohn! die Mission der vier noblen Gäste, welche das Zimmer erstahlten während du schliefst.“

Der ehrwürdige Sariputta erwiderte: “Dies trug der Erscheinung von vier führenden Devas des Caturmaharajika Himmels Rechnung, welche kamen, um ihre Ehre zu erweisen.“

„O geliebter Sohn, groß ist der Respekt, den sie dir erwiesen. Selbst höher in deren Tugend, warum zeigen sie demütig ihre Ehrerweisung?“

„Oh Upasika, diese vier Persönlichkeiten, durch ihren Ruhm sind sie die vier Begleiter, die mit ihren gezogenen Schwertern graziös über den Erhabenen, Buddha, seit seiner Ankunft im Bauche seiner Mutter, wachten.“

„Wer nun, mein geliebter Sohn, war nun jener, der nach ihnen erschien?“

„Oh Upasika, er ist Sakka, der König der Devas.”

„Oh geliebter Sohn, so steht deiner Erhabenheit höher als die von Sakka, dem König der Devas?”

„Oh Upasika, Sakka in deinem Ansehen, ist wie ein Samanera (jemand der Tugendreglen einhält und von niedriger Ordination), der seine Aufwartung bei der Anwesenheit eines Bhikkhus erweist. Er war Diener des Erhabenen und trug seine Robe als er den Tavatimsa verließ.”

“Oh Sohn! Wer war dann die große strahlende Persönlichkeit, von einer Brillanz, deren Licht noch immer strahlt und größer war als die Mondstrahlen, die dieses Zimmer erhellen.“

„Oh! Upasika, er ist dein gesegneter Lehrer Maha Brahma welcher in deiner Ehrbietung meist gewürdigt ist.“

„Oh geliebter Sohn, so bist bist du in deiner hervorragenden Eigenschaft heller als mein gesegneter Lehrer Maha Brahma?“

“Oh! Upasika, Maha Brahma, groß in deiner Begeisterung, ist kein anderer als jener, der den Erhabenen Buddha mit ausgebreitetem Netz empfing, als er geboren wurde.”

Da war Stille. Die Dame Sari strahlte mit immenser Freude und wusste nicht, welche hervorragenden Errungenschaften ihres Sohnes es waren, die die Größe ihres meist geehrten Lehrers, des Maha Brahma, noch übertrafen. Dann wusste der ehrwürdige Sariputta, das die Zeit gekommen war, um ihr die Wahrheit der Doktrin Buddhas darzubringen.

“Oh Upasika, was beschwert deinen Geist nun, dass er so eine Stille bringt.”

„Oh geliebter Sohn, ich hatte noch nie größere Freude als dieses Erkennen mit sich bringt: Wenn mein Sohn nach jener großen Erleuchtung mit wundervollen Errungenschaften strebt, von welcher großen Erhabenheit kann man dann dessen Lehrer einreihen.“

“Oh! Upasika, da gibt es keinen Vergleich, der der Größe des meist Erhabenen langen kann, unser Herr, Buddha, für dessen Größe die Erde zitterte und bebte als Vorbote seiner Geburt; seines großen Verzichts; seiner höchsten Erleuchtung und seiner ersten Lehrdarlegung, des Ingangsetztens des Rad des Dhamma. Das gesamte Universum hindurch lebte nie ein Größerer, der ihm gleich sein könnte, so weit, dass alle so weit entfernt sind, ihm in seiner Tugend, Mitgefühl und Weisheit gerecht zu werden; ein Zugang zu allumfassenden Segen, frei von Hindernissen der Lust, Hass und der Ignoranz.“

Die Dame Sari erkannte die Vision der Wahrheit über die Lauterkeit des Buddha Ratna (Juwel des Buddha) und erlangte die Frucht des ersten Pfades, Sotapatti. Sie fragte: „Oh“ Geliebter Sohn, Upatissa, warum wartete ich so lange, doch habe jetzt erst den Geschmack der Wahrheit, wodurch ich nun die komplette Freiheit gewinne, welche ewig hält.“

Ein neuer Sonnenaufgang brach im östlichen Himmel heran, ein Tag so jung noch, schwanger und voll, erwartete das Dahinscheiden des großen Arhants. Alle fünfhundert Begleiter versammelten sich am frühen Morgen, viele mit schwerem Herzen und die Zeit kam schnell zu dem Ende. Die letzten trennenden Worte wurden gesprochen, große Demut gegenüber dem großen Thera Sariputta, um Vergebung jedes Verfehlens während der vierundvierzig Jahre seines loyalen Dienstes, seinerseits, oder ihrerseits, erbittend, an seine rechte Seite niedergelegt, erreichte der große Arahant und führende Schüler Buddhas sein Pari-Nibbana.
Posted by: Moritz
« on: February 06, 2014, 06:46:17 AM »

Die Gabe angenehmer Worte und Sprache zu beherrschen, ist von größtem Glück

Jede Person mag es, wenn man nett und mit angenehmen Worten zu einem spricht. Niemand mag es, mit groben Worten angesprochen zu werden. Selbst ein Kind mag es nicht, wenn das Hinterteil beschreibende Worte fallen; es fühlt sich verletzt und bekommt sofort den Eindruck, dass die gegebene Situation nicht sehr freundlich ist. Auch Tiere verhalten sich in dieser Weise. Ein Hund oder eine Katze finden instinktive durch den Ton der Sprache heraus, ob diese Geste anziehend ist oder das Gegenteil.

Es ist eine kluge Entscheidung, angenehme Sprache zu verwenden. Ohne grobe Wörter zu benutzen, gewinnt man Respekt und Ansehen, im Gegenteil wenn du dich mit Rügen und Verachten gibst. Warum sollten wir dann aus diesem Grunde nicht achtsam in der Wahl unserer Worte sein, Worte die Anmut entwickeln und die Herzen jener, die wir täglich treffen, erwärmen. Lasst uns wachsam sein, von rüder und patziger Sprache Abstand zu halten; dieses hilft keinem weiter. Auf der anderen Seite, wenn wir unsere Sprache mit einem Ausdruck von Wohlwollen versetzen kommt dieses direkt und an richtiger Stelle, wie ein sanfter friedvoller Streich passend, beim Angesprochenen an. Welch unaussprechliche Freude und Glück ergreift uns dabei. Lasst uns dieses Benehmen in unserem täglichen Leben, um freundlich, höflich und hilfreich zu sein, einsetzen.

Illustration:

Einst war ein König, der unter dem Namen Gandhara bekannt war und das gleichnamige Reich regierte. Zu dieser Zeit war der Bodhisattva als Kalb geboren. Der Besitzer gab das Kalb an einen Brahmanen. Der Brahmane mochte das Kalb von Beginn an, und es wurde nahezu ein Mitglied der Familie. Er gab ihm den Namen Nandivisala. Herangewachsen wurde das Kalb zu einem stattlichen Bullen und genoss noch immer die Liebe und Freundlichkeit des Brahmanen. Da er sich gegenüber dem Brahmanen erkenntlich zeigen wollte, fühlte er ein Verlangen, dem Brahmanen etwas zurückzugeben. Er wartete dem Brahmenen auf und sagte: „Ich möchte, dass du eine Wette mit deinen reichen Nachbarn, die große Herden an starken Bullen besitzen, abschließt.“

Die Herausforderung soll in meiner Kraft liegen, indem ich ihnen mein Vermögen zeige, in einem Zug einhundert voll beladene Karren zu ziehen.“ Der Brahmane, doch sehr überrascht, akzeptierte dies und sah es als ein Wunder an, dass der Bulle so eine immense Größe an Kraft besitze. Voller Zuversicht und Freude ging er zu den Nachbarn und unterbreitete ihnen die Wette, dass sein Bulle im Stande wäre, einhundert voll beladene Karren zu ziehen. Die Nachbarn dachten, es sei ein schlechter Scherz und zweifelten an einer so gewaltigen Stärke eines einzelnen Bullen und bestritten, dass dies möglich sei. Wie auch immer akzeptierten sie dann doch die Wette. Die hundert Wägen wurden bis zum Äußersten geladen und in einer Linie aneinander gefestigt, um den Test der Stärke des Bullen des Brahmanen testen zu können. Der Brahmane hatte seinen Bullen gewaschen und gesäubert, ihn mit wunderschönen Gestecken und Blumen um seinen Nacken geschmückt und spannte ihn unter das Joch des ersten Wagens. Als alles für die Demonstration bereit war, sagte der Brahmane zu dem Bullen: „Nun, mein untrainierter Bulle, nimm all deine Kraft und ziehe.“ Zur Überraschung aller und vor allem des Brahmanen, machte der Bulle keine Bewegung und zeigte kein Bestreben, die lange Schlange von Wagen zu ziehen. Der Brahmane verlor seine Wette und ließ den Bullen ohne Worte ziehen.
Für einige Zeit weidete der Bulle auf den Feldern, und als er satt nach Hause zurück kam, fand er den Brahmanen still auf der Couch liegend und über seine verlorene Wette grübelnd. Der Bulle kam näher zu seinem Meister und sagte: „Während all der Jahre, die ich nun mit dir lebe, gab es da eine einzigen Ärger in deinem Haus, so als hätte ich irgend etwas beschädigt oder irgendwo uriniert? Warum nennst du mich dann einen untrainierten Ochsen? – So eine unberechtigte und unschöne Bemerkung hat keinen Platz gegenüber meinem guten Benehmen all die Jahre.“
Wie immer, wollte der Bulle aber nicht nachtragend sein und seinen Meister unnötig belasten und bat den Meister aus diesem Grund, noch einmal eine Wette einzugehen und diesmal den Wetteinsatz auf zweihundert Goldstücke zu erhöhen und erinnerte ihn, dass es wieder so passieren könnte, wenn es sich verletzend gibt. Die Wette wurde eifrig aufgenommen, und als die letzten Vorbereitungen erfüllt waren, sagte der Brahmane mit freundlicher Stimme zu ihm: „Nun, mein Sohn, möchtest du beginnen?“ Zum Erstaunen aller Zuseher machte der Bulle einen starken Ruck, und die hundert beladenen Wägen setzten sich in Bewegung. Die überwältigende Schau, die der einzelne Bulle darbot, verdiente die Bewunderung aller Zuseher, und sie gaben aus freien Stücken Wertsachen, Gold und andere Geschenke, um die Kiste mit dem Wetteinsatz von zweihundert Goldstücken für den Brahmanen von den Nachbarn noch zu bereichern.
Buddha hatte diese Geschichte, die sich auf ein früheres Leben von ihm bezieht, zu einem Anlass erzählt, um einen Mann zu erklären, dass rüde Sprache von Nachteil ist.
Posted by: Moritz
« on: February 06, 2014, 06:45:34 AM »

Von gut diszipliniertem Verhalten zu sein, ist von größtem Glück

Der Charakter ist die Essenz eines Menschen. Dieser kommt nicht durch einen Zufall auf, und er wird auch nicht mit dem Erbgut in die Wiege gelegt. Es liegt in den eigenen Händen und an den eigenen moralischen Maßstäben, die einen zielstrebig leiten, vom Begehen schlechter Taten Abstand zu nehmen und sich guten und verdienstvollen Taten zuzuwenden. Es bleibt stets an einem selbst, über seine mentalen, verbalen und körperlichen Handlungen zu wachen und damit ein gutes Umfeld zu formen. Durch strikte Disziplin kann man von folgenden zehn schlechten Handlungen Abstand nehmen.

1.   Töten
2.   Stehlen
3.   Sexuelles Fehlverhalten
4.   Lügen
5.   Verleumdung
6.   Vulgare Sprache zu verwenden
7.   Geschwätz
8.   Nach Lust sehnen
9.   Hasserfüllt zu werden
10.   Ignorant gegenüber dem Dhamma zu werden


Für einen Bhikkhu ist es die Aufgabe, alle Aspekte der Verhaltensregeln ab dem Zeitpunkt der weltlichen Entsagung bis zum Realisieren der vier Edlen Wahrheiten einzuhalten.

Es ist daher von äußerster Wichtigkeit, auf sein Benehmen im Hinblick auf die Verhaltensweise zu jeder Zeit zu achten. Der einzige Weg um Gedankenlosigkeit zu heilen ist sich konkret an die Tugendregeln zu halten. Glückselig ist jener, der einen kontrollierten Geist hat.

Nach dem Entsagen des Weltlichen trainierte sich Prinz Rahula in perfekter Tugendhaftigkeit, in so eindringlicher Weise, dass er eine Hand voll Sand nahm und sich wünschte, für jedes Sandkorn eine förderliche Unterweisung im tugendhaften Benehmen von Buddha oder anderen Lehrern zu bekommen. Es ist erwähnenswert, dass unter den acht leitenden Arahants, der Arahant Rahula der Herausragendste im disziplinären Verhalten war, und dass er durchwegs daran hielt, um das Ziel seines Verlangens, ein gut kontrolliertes Benehmen, zu erreichen.
Posted by: Moritz
« on: February 06, 2014, 06:44:46 AM »

Gut belesen und gelehrt in Kunst zu sein ist von größtem Glück

Wenn man gut belesen und belehrt in Kunst ist, tendieren man nicht dazu, in die Falle der Ignoranz zu
steigen.